Sozialprojekt Kompass70+ – Termine

Vorträge, Kurse und Beratung in Dresden – Gemeinsam für ein würdevolles Lebensende

Hier finden Sie alle Termine unseres Sozialprojektes Kompass70+

 

Wir machen uns dafür stark, dass auch Menschen in häuslicher Pflege eine umfassende Beratung nutzen können. Jeder sollte die Möglichkeit haben, die letzten Schritte des Lebens mit Würde und Selbstbestimmung zu gehen – egal, wo er lebt. Dazu bieten wir Kurse und Beratungen an, die Sie hier auf unserer Webseite finden.

Hinter unserem Projekt stehen erfahrene Fachkräfte aus der Palliativmedizin, Pflege und Sozialarbeit, die sich mit Herzblut und Engagement für Betroffene, ihre Angehörigen und Nahestehenden  einsetzen. Das Projekt KOMPASS70+ ist ein Soziales Projekt der Volkssolidarität Dresden in Kooperation mit JOSUA Palliativzentrum Dresden und der Evangelischen Hochschule Dresden. Es ist als Pilotprojekt auf einen Zeitrahmen von zwei Jahren ausgelegt, da es spenden- und förderbasiert ist. Jedoch ist unser Ziel, dies dauerhaft umzusetzen. Die Erkenntnisse und Erfahrungen werden wissenschaftlich begleitet in den sozialpolitischen Diskurs bereichern.

Beratung bei Palliativmedizinern und Betreuern bei Kompass70+ - selbstbestimmt planen

Unser Ziel ist es, die Situation für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen zu verbessern.

Vortragsreihe mit aufbauenden Themen

Vortrag 1*: „Alt werden ist nichts für Feiglinge“ – Altern, alt sein und das Lebensende

Neuer Termin in Vorbereitung
Pflegekompetenzzentrum, Postelwitzer Str. 2, 01277 Dresden

Referenten:
Frau Szymanski, Volkssolidarität Dresden
Frau Dr. Schubert, JOSUA Palliativmedizin

Gern können Sie uns bereits jetzt über info@volkssoli-dresden.de anfragen. Wir informieren Sie rechtzeitig über einen neuen Termin.

Vortrag 2*: Selbstbestimmt im Alter – den eigenen Willen zum Ausdruck bringen

Neuer Termin in Vorbereitung
Pflegekompetenzzentrum, Postelwitzer Str. 2, 01277 Dresden
Referenten:
Frau Hartenfels, Volkssolidarität Dresden
Frau Pohl, JOSUA Palliativmedizin

Gern können Sie uns bereits jetzt über info@volkssoli-dresden.de anfragen. Wir informieren Sie rechtzeitig über einen neuen Termin.

Vortrag 3*: Wenn ein Mensch stirbt – Was kann ich für Nahestehende tun?

17. September 2026, 14:30 Uhr Pflegekompetenzzentrum, Postelwitzer Str. 2, 01277 Dresden
Referenten:
Frau Struzena / Frau Jakisch, Volkssolidarität Dresden
Herr Gehre, JOSUA Palliativmedizin

Vortrag 4*: Unterstützung bei schwerer Krankheit und am Lebensende – Hospizarbeit und Palliativmedizin

19. November 2026, 14:30 Uhr, Pflegekompetenzzentrum, Postelwitzer Str. 2, 01277 Dresden
Referenten:
Frau Struzena / Frau Jakisch, Volkssolidarität Dresden
Frau Bieganski, JOSUA Palliativmedizin

„Letzte Hilfe“-Kurse – 1×1 der Sterbebegleitung

Letzte Hilfe – Wissen, das Mut macht

Viele Menschen wünschen sich, ihre letzte Lebenszeit in vertrauter Umgebung zu verbringen. Angehörige, Freunde oder Nachbarn möchten diesen Wunsch gern erfüllen – fühlen sich dabei jedoch oft unsicher. Was kann ich tun? Wie erkenne ich, dass sich das Lebensende nähert? Wie kann ich helfen, ohne etwas falsch zu machen?

Der Letzte-Hilfe-Kurs von Kompass 70+ gibt Antworten auf diese Fragen. In vier Stunden erhalten Sie verständliches Basiswissen und praktische Tipps für die Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen. Der Kurs richtet sich an alle Interessierten – ganz gleich, ob Sie aktuell einen Angehörigen begleiten oder sich frühzeitig auf eine mögliche Situation vorbereiten möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Ähnlich wie ein Erste-Hilfe-Kurs Sicherheit für Notfälle vermittelt, stärkt der Letzte-Hilfe-Kurs den Umgang mit dem Lebensende. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen, Orientierung zu geben und Mut zu machen, einem sterbenden Menschen beizustehen.

Das erwartet Sie

Der deutschlandweit einheitlich aufgebaute Kurs besteht aus vier Modulen:

Sterben als Teil des Lebens

  • Was geschieht in der letzten Lebensphase?
  • Woran erkennt man den Sterbeprozess?
  • Welche Unterstützung bieten Palliativversorgung und Hospizdienste?

Vorsorgen und entscheiden

  • Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht verständlich erklärt
  • Über Wünsche und Vorstellungen am Lebensende sprechen
  • Entscheidungen gemeinsam treffen

Leiden lindern

  • Einfache Möglichkeiten, Beschwerden wie Mundtrockenheit, Atemnot oder Unruhe zu lindern
  • Praktische Tipps zur Mundpflege, Lagerung und Begleitung
  • Wann professionelle Unterstützung notwendig ist

Abschied nehmen

  • Den letzten Weg würdevoll begleiten
  • Rituale des Abschieds
  • Was nach einem Todesfall zu beachten ist
  • Selbstfürsorge für Angehörige

Praxisnah und verständlich

Der Kurs lebt vom Austausch. Sie können Fragen stellen, Erfahrungen teilen und praktische Hinweise für den Alltag mitnehmen. Geleitet wird er von qualifizierten Fachkräften mit Erfahrung in der Hospiz- und Palliativarbeit, die speziell für die Durchführung von Letzte-Hilfe-Kursen ausgebildet wurden.

Der Letzte-Hilfe-Kurs ersetzt keine medizinische Ausbildung. Er vermittelt jedoch das Wissen und die Sicherheit, die Angehörigen, Freunden und Nachbarn oft fehlen, um schwer kranke und sterbende Menschen mit Würde, Mitgefühl und Zuversicht zu begleiten.

Der Kurs dauert vier Stunden und ist für die Teilnehmenden kostenfrei. Er wird spendenbasiert angeboten und richtet sich an alle Menschen, die sich mit dem Thema Sterbebegleitung auseinandersetzen möchten – unabhängig von Alter, Erfahrung oder aktuellem Anlass.

Denn Sterbebegleitung ist keine Aufgabe für wenige – sie geht uns alle an.

 

Neuer Termin in Vorbereitung

Gern können Sie uns bereits jetzt über info@volkssoli-dresden.de anfragen. Wir informieren Sie rechtzeitig über einen neuen Termin.

Gesundheitliche Versorgungsplanung (GVP) für die letzte Lebensphase außerhalb der Pflegeeinrichtungen

Beratung zur individuellen Vorsorge jeden 2. Donnerstag im Monat statt.

Ort: Pflegekompetenzzentrum Dresden Ost, Postelwitzer Str. 2, 01277 Dresden.

Zeit:
jeweils 13 – 17 Uhr nach Terminvereinbarung unter 0351/5010-610 bzw. Mail an ost@volkssoli-dresden.de

Termine: 20.08.2026, 10.09.2026, 08.10.2026, 12.11.2026,10.12.2026

Bitte melden Sie sich zu allen Terminen mind. eine Woche vorab telefonisch unter 0351/5010-610 oder per Mail ost@volkssoli-dresden.de an

Inhalt der Gespräche:

Beratung Suchende und ggf. deren Nahestehende/Bevollmächtige kommen mit Beratern zur GVP ins Gespräch über Wertevorstellungen, Lebensqualität, Vorstellungen über das weitere Leben und das Lebensende.

In Kenntnis der medizinischen Befunde und der bisherigen Krankheitsverläufe der Beratung suchenden Person, erfolgt durch die qualifizierte GVP-Berater eine Bewertung realistischer Behandlungsziele und Folgen medizinischer Maßnahmen.

Die Beratung suchende Person kann um diese Informationen und Gedanken bereichert belastbarere Vorausverfügungen erstellen.

Gut zu wissen:

  • Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Notfallverfügung helfen Menschen, ihren Willen in
    Bezug auf medizinische Behandlung zum Ausdruck zu bringen.
  • Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Notfallverfügung entstehen nicht selten ohne
    Berücksichtigung der eigenen medizinischen Situation.
  • Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht entstehen nicht selten ohne realistische Erwartungen an
    die Wirksamkeit und den Erfolg medizinischer Maßnahmen.
  • Die Erfolge medizinischer Maßnahmen sind umso unwahrscheinlicher, je stärker eingeschränkt
    und hilfsbedürftig ein Mensch ist.

Für Personen, die Menschen, die zu Hause gepflegt werden, haben lt. (§ 132g SGB V).  keinen Anspruch auf diese Beratung. Mit unserem sozialen Projekt Kompass70+ schließen wir diese Lücke, denn niemand sollte benachteiligt sein!

*Inhalte der Vorträge

Vortrag 1
Unser Leben schreitet Tag für Tag voran. Auch, wenn wir es nicht Tag für Tag bemerken, wir altern ab dem Zeitpunkt unserer Existenz. Was spielt sich dabei in unserem Körper ab? Und wann sind diese Veränderungen krankhaft? Mit welchen medizinischen Problemen können Menschen im Alter konfrontiert sein und was kann Behandlung bewirken? Und auch, wenn unsere Lebenserwartung steigt, eines ist sicher: unser Leben ist endlich. Wie stirbt ein Mensch? Wie stellt unser Körper seine Funktionen ein und was kann am Lebensende hilfreich sein?

Vortrag 2
Das zunehmende Lebensalter und chronisch-fortschreitende Erkrankungen können Anlass sein, sich zu fragen, wie man künftig behandelt und unterstützt werden möchte. Welche Maßnahmen sind in der Erkrankungssituation sinnvoll? Welchen Effekt können sie erreichen und welche Erwartungen an die Behandlung lassen sich nicht erfüllen? Welche persönlichen Vorstellungen haben Menschen von einem guten Leben? Manche Menschen möchten bei gesundheitlichen Problemen stets die Möglichkeiten der Akutmedizin und des Krankenhauses nutzen. Andere Patienten ist aber wichtiger, in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben und dort zu sterben. Sie wünschen sich dort eine gute Linderung ihrer Beschwerden.

Vortrag 3
Früher hatten Menschen Erfahrungen damit, was beim Sterben hilfreich ist, weil sie es in der Familie erlebt haben. In den letzten Jahrzehnten sind diese Erfahrungen weniger geworden, weil die Mehrzahl der Menschen am Lebensende in Krankenhäusern oder Pflegeheimen versorgt werden. Oft macht es sprachlos, wenn wir erkennen, dass nahestehende Personen sehr krank sind oder uns zu verstehen geben, dass sie sterben wollen. Wie können wir über das Sterben sprechen? Und welche Veränderungen des Körpers oder Reaktionen der Sterbenden sind zu erwarten? Welche Unterstützung können wir als Laien geben und was wäre für den Sterbenden eher eine Belastung?

Vortrag 4
Wenn unser Leben zu Ende geht, müssen wir diesen Lebensabschnitt nicht allein bewältigen. Unterstützung leisten neben den uns nahestehenden Menschen haupt- und ehrenamtliche Helfer, je nachdem welche Probleme belasten. Für komplexe oder belastende Situationen stehen besonders qualifizierte Personen aus der Hospizarbeit und Palliativmedizin zur Verfügung. Welche Einrichtungen der allgemeinen und spezialisierten Palliativversorgung stehen zu Verfügung? Was kann ein Hospizdienst leisten und in welchen Situationen sollte die Anmeldung in einem Stationären Hospiz erwogen werden?

Unterstützen Sie Kompass70+ mit Ihrer Spende.

Spendenkonto Volkssolidarität Dresden e.V.
Ostsächsische Sparkasse Dresden
BIC: OSDDDE81XXX | IBAN: DE83 8505 0300 3200 0677 98
Verwendungszweck: Kompass70plus

Das spendenfinanzierte Soziale Pilotprojekt KOMPASS 70+ wird von der Evangelische Hochschule Dresden wissenschaftlich begleitet. Die wissenschaftliche Begleitung wird von der Stiftung Lebendige Stadt gefördert.

Projektpartner Volkssolidarität Dresden gGmbH

  • Anbieter komplexer sozialer Dienste für Senioren und Menschen mit Hilfebedarfen in Dresden
  • Betreuung von Begegnungsstätten, ambulanten Hilfen & Pflegeeinrichtungen
  • Koordination von Förderprogrammen für Alltagsbegleitung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger

Projektpartner – JOSUA Palliativzentrum Dresden GmbH

  • Beratung und Versorgung von Menschen mit unheilbarer Erkrankung
  • Spezialisierte ambulante Palliativversorgung
  • Gesundheitliche Versorgungsplanung für das Lebensende und Klinische Ethikberatung
Menü